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Landwirtschaft

Seit Jahrhunderten wurde in der Furtmühle auch Landwirtschaft betrieben. Wie im Titel «Geschichte» bereits erwähnt, gehörten seit jeher Land, Wald, Reben und Hofwiesen, Obstgärten und ein eigentliches Gewerbe zum Hof. Scheunen, Stallungen, ein Taubenschlag, eine grosse Trotte und das Waschhaus ergänzten die Furtmühle. Das grosse Riegelhaus, das zum zweiten Mal 1635 an der heutigen Stelle erbaut worden war, ragt noch heute als Mittelpunkt aus dem ganzen Hof-Ensemble.

Die Landwirtschaft hat sich in den vergangenen Jahren enorm verändert.  Als Ernst und Anna Deringer-Wepfer mit ihrer Familie hier begannen, war die Erinnerung an Ochsengespanne und Pferdearbeiten noch sehr präsent. Doch im Jahre 1962 wurde der erste Traktor gekauft – ein stolzer Bucher D 4000 machte den Start zu den heutigen modernen Maschinen. Seit Jahrhunderten gehörte die Milchviehhaltung zur Landwirtschaft in der Furtmühle. Im Jahre 2002 wurde diese aufgegeben, im 2015 ebenfalls die Rinderhaltung.

Der Betrieb liegt auf 417 m. ü. M. und wird nach IP-Suisse-Richtlinien bewirtschaftet. Angepflanzt  werden extensive Ackerkulturen. Hier gedeihen Winterweizen, Mais, Wiesen und Sonnenblumen. Buntbrachen sind mehrjährige, mit einheimischen Wildkräutern eingesäte Streifen oder Flächen auf dem Ackerland. Die Bedeutung als Lebensraum für Tiere und Pflanzen – oft auch als Überwinterungsplatz für Insekten und Kleinlebewesen ist äusserst wertvoll. Die angelegte Brache bietet auch Brutplätze für bodenbrütende Vögel und gleichzeitig Deckung für kleine und grössere Säugetiere.

Ein kleiner Obstgarten, extensiv bewirtschaftete Wiesen, eine neu angelegte Hecke mit unterschiedlichen, einheimischen Strauchsorten, sogenannte «Ökoflächen» und der hofeigene Wald ergänzen die vielseitigen Aufgaben der Landwirtschaft.

Jede Jahreszeit hat ihre bestimmten, vorgegebenen Arbeiten. So gehören Düngergaben, Aussaat, Pflanzenschutz, Pflegearbeiten und das Pflügen im richtigen Zeitpunkt immer noch zu den Grundaufgaben des Landwirts. Die entsprechenden Erntearbeiten vom Frühsommer bis spät in den Herbst sind wichtige Arbeitsspitzen.  Die Erfolge in der Landwirtschaft  sind wie vor Jahrtausenden bis heute unter anderem immer noch stark abhängig von den Wetterkapriolen, der Sonnenscheindauer und weiteren Einflüssen.

Sobald die Herbstarbeiten zu Ende gehen, werden Maschinen und Geräte gewaschen und gewartet – das Landwirtschaftsjahr geht zu Ende. Planungen für die folgenden Monate und Büroarbeiten können jetzt häufiger in Angriff genommen werden. Immer wieder gibt es auch kleinere und grössere Reparaturen  an allen Gebäuden. Somit ist der ruhigere Winter ideal, um dem «Zahn der Zeit», der an allem nagt, entgegenzuwirken…

Als Betriebsleiter-Ehepaar steht man tagaus, tagein vor vielfältigen, abwechslungsreichen und interessanten Herausforderungen in verschiedensten Bereichen.